Essen

Updated: Aug 8, 2019


Wieder einmal war es nicht so leicht, sich den Weg nach Essen zu “bahnen”, da so einige Bahnen auf sich warten ließen oder eben nicht auf Fahrgäste warteten, doch wir wollen ja nicht so rumspießen. Die Komplikationen waren es auch definitiv wert!


Marie war so freundlich, mich vom Bahnhof abzuholen und mich zum Kennedyplatz zu führen (danke!), an dem schon zwei andere auf mich warteten. Premiere! Zum ersten Mal auf meiner Straßentour erwarteten mich tatsächlich Menschen, die extra für mich in die Stadt gekommen waren. Es gibt einem doch ein anderes Gefühl, die Leute direkt anzuspielen, statt eine unbekannte Menge auf sich aufmerksam zu machen. Ich bekam so eine Gänsehaut, als ich sah, dass sie mit dem Fuß im Takt mitwippten oder leise mitsangen. Natürlich wollte ich sie nicht enttäuschen und gab mein Allerbestes, mit den Songs genau ihren Geschmack zu treffen.


Besonders schön fand ich, dass Michael seine eigene Gitarre mitgebracht hatte und einfach mit einstieg. Völlig ohne Absprachen klappte es einfach. Und schon bald bemerkte ich, dass ich es nur mit Musikern zu tun hatte: Als der Songwunsch “Rolling In The Deep” aufkam, half Mathis spontan aus:


Er spielte den Song auf meiner Gitarre und sang die zweite Stimme. Trotz mangelnder Textkenntnisse ergab sich daraus eine doch recht schöne Version. Leider musste er uns schnell wieder verlassen, doch dafür durfte er immerhin ein Plektrum von mir behalten.


Marie machte sehr schöne Fotos (und das bei so einem schlechten Motiv wie mir!) und hab immer wieder den Anstoß, nach den Songs zu applaudieren, was sie auch bis zum Ende durchzog - eine wunderbare Motivation! Ich war wohl so motiviert, dass es mir in der Sonne schnell zu warm wurde und so wechselten wir den Platz. Völlig in die Musik vertieft merkte ich nicht, was ich meinem Finger eigentlich antat. Als ich einen Blick auf meine Gitarre warf, sah ich, dass die Saiten rot waren… Doch Zeit für eine Pause war nicht! Ich glaube, so lange wie in Essen habe ich noch nie durchgespielt.


Ganz zum Schluss kam auch Christian vorbei, der erst nach Feierabend Zeit hatte, sich meinen Straßengig aber nicht entgehen lassen wollte.


Alles in allem waren es tolle Stunden in dieser Stadt mit sehr lieben Menschen. Ich bedanke mich noch einmal bei Marie, Michael, Mathis, Sascha und Christian, die mir diesen Tag zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht haben. Und mein Finger ist wie schon so oft erwähnt nur ein Zeichen dafür, dass es ein sehr intensives und wunderschönes Erlebnis war!